Ja, das wäre was, einfach mal wieder drauf los schreiben. Ohne festen Parcours, ohne Zusammenhänge zu klären, Tatsachen zu beglaubigen, Fußnoten zu setzen. Nur an den Menschen denken, wie er die Wörter artikuliert, wie sie aufsteigen mit dem Atem und aus dem Mund gestoßen, gehaucht oder gehustet (und was nicht alles) werden. Wie sie im Raum hallen und wie sie die Zeit zerteilen. Einen Text für immerzu neu wiederholbare fünf Minuten schreiben, ihn weben, graben, umstürzen, mit ihm ringen, schlafen, ihn vergessen und aufs Neue locken oder füttern oder schlagen. Einen Text, die Konventionen zu verlassen, keine Gebrauchsanweisung, weder für Kunst noch für Naturwissenschaft noch irgend etwas anderes. Ja. Das wäre wirklich was. Wo bloß ist das nächste weite Feld?

mickzwo 6. Oktober 2016
Nicht suchen. Finden! Nehmen wie es kommt. Lass Dich überraschen.
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Stephanie Jaeckel 7. Oktober 2016
Hm. Überraschen klingt natürlich sehr verlockend. Aber ob in meinen Trampelpfaden noch was zu finden ist – ? Ich werde Ausschau halten!
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mickzwo 7. Oktober 2016
Die Kunst ist, nicht Ausschau halten, nicht suchen. „Wer suchet, der findet“ ist ein altes Sprichwort aber deswegen noch nicht richtig. Seine „Trampelpfade“ wird man nicht verlassen können. Wenn man sich öffnet braucht man es auch nicht, es kommt alles von allein. Man muss es nur lassen.
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papiertänzerin 7. Oktober 2016
… warum schreibst du eigentlich kein Buch? (oder schreibst oder hast du?)
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Stephanie Jaeckel 7. Oktober 2016
Ich schreibe gelegentlich Kindersachhörbücher. Aber eben. Als Sachbuch müssen sie doch – auch wenn es Klamauk gibt und einige Hindernisse – von A nach B. Ein „richtiges“ Buch hätte natürlich genug Platz (weites Feld). Habe ich bislang noch nicht wirklich dran gedacht – auch hier: Ich werde mal drinnen und draussen Ausschau halten 😉
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papiertänzerin 7. Oktober 2016
… deine erste Leserin hättest du!
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tomas bächli 7. Oktober 2016
Vielleicht müsste man ein Experiment machen.
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Maren Wulf 7. Oktober 2016
Go for it! 🙂
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Stephanie Jaeckel 8. Oktober 2016
Das ist für mich irgendwie tröstlich, eh nicht aus den eigenen Pfaden rauskommen zu können, ich setze mich oft so unter Druck, mal was anders zu machen, dabei… – ja, Augen auf. Und vielleicht mal „umstapeln“ – für mich geht immer noch die Arbeit vor. Warum nicht mal anders herum? – Ein Experiment müsste da passen. Das Umstapeln wäre vielleicht schon eins. Aber hast Du Anregungen? Oder gibt es irgendwo eine Versuchsanstalt??? – Klar, bleibe ich dran 😉
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