Querfeldeinschreiben

Ja, das wäre was, einfach mal wieder drauf los schreiben. Ohne festen Parcours, ohne Zusammenhänge zu klären, Tatsachen zu beglaubigen, Fußnoten zu setzen. Nur an den Menschen denken, wie er die Wörter artikuliert, wie sie aufsteigen mit dem Atem und aus dem Mund gestoßen, gehaucht oder gehustet (und was nicht alles) werden. Wie sie im Raum hallen und wie sie die Zeit zerteilen. Einen Text für immerzu neu wiederholbare fünf Minuten schreiben, ihn weben, graben, umstürzen, mit ihm ringen, schlafen, ihn vergessen und aufs Neue locken oder füttern oder schlagen. Einen Text, die Konventionen zu verlassen, keine Gebrauchsanweisung, weder für Kunst noch für Naturwissenschaft noch irgend etwas anderes. Ja. Das wäre wirklich was. Wo bloß ist das nächste weite Feld?

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 9

    • Stephanie Jaeckel 7. Oktober 2016

      Ich schreibe gelegentlich Kindersachhörbücher. Aber eben. Als Sachbuch müssen sie doch – auch wenn es Klamauk gibt und einige Hindernisse – von A nach B. Ein „richtiges“ Buch hätte natürlich genug Platz (weites Feld). Habe ich bislang noch nicht wirklich dran gedacht – auch hier: Ich werde mal drinnen und draussen Ausschau halten 😉

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  1. Stephanie Jaeckel 8. Oktober 2016

    Das ist für mich irgendwie tröstlich, eh nicht aus den eigenen Pfaden rauskommen zu können, ich setze mich oft so unter Druck, mal was anders zu machen, dabei… – ja, Augen auf. Und vielleicht mal „umstapeln“ – für mich geht immer noch die Arbeit vor. Warum nicht mal anders herum? – Ein Experiment müsste da passen. Das Umstapeln wäre vielleicht schon eins. Aber hast Du Anregungen? Oder gibt es irgendwo eine Versuchsanstalt??? – Klar, bleibe ich dran 😉

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