Vielleicht ist es das Herbstwetter. Aber seit ich zurück aus dem Rheinland bin, habe ich Nebel im Kopf und eine Last auf den Schultern. Eine kleine Erkältung könnte auch eine Rolle spielen. Ich spüre deutlich, wie einige mir so selbstverständliche Dinge und Menschen aus dem Leben verschwinden. Oder plötzlich fallen mir Orte und Freunde wieder ein, die ich ebenfalls nie wieder sehen werde. Selbst Humboldt vermisse ich. Obwohl ich den ja nun wirklich nicht gekannt habe. Was ist denn da los? Nein. Mutlos bin ich nicht. Es gibt viel nach vorne zu schauen. Und der Horizont ist nach wie vor weit. Es ist mehr so eine leise Melodie, schwer und nicht abzuschütteln, die mir in den Ohren klingt. Es geht alles vorbei. Was denn sonst? Aber im Moment geht mir auch alles sehr nah.

papiertänzerin 1. Oktober 2016
… das Bewusstsein der Endlichkeit als leise Melodie gehört wohl einfach zum Herbst, nicht abschütteln, mitschwingen ist mein Versuch, damit umzugehen…
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Stephanie Jaeckel 1. Oktober 2016
Ja, ich habe auch das Gefühl, da hilft kein Schütteln. Es ist eine extreme Verlangsamung von allem, vor allem der Gedanken. Fast wie eine Zeitlupe. Fürs Arbeiten eher schlecht, ansonsten nicht mal unangenehm. Es ist, als würde sich eine große Lichtung in mir ausbreiten. Auf der eben nichts geschieht.
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papiertänzerin 2. Oktober 2016
… andere meditieren jahrelang, um diesen Zustand zu errreichen ;-)…
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Stephanie Jaeckel 2. Oktober 2016
Du meinst, ich hab Geld gespart???
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