Ich mache sie gerne, bin aber vor jedem Termin halbtot. Weil mir selten so sehr die Beschränkung von Zeit vor Augen steht und ich fürchte die „falschen“ Fragen zu stellen oder – noch schlimmer – keinen Draht zum Gegenüber zu bekommen. Die meisten Gespräche zeichne ich auf, um mich auf die Antworten und die nächsten Fragen zu konzentrieren. Beim Durchhören alter Aufnahmen ist mir klar geworden, wie viel Material dabei „verschwendet“, weil eben nicht verwendet wird. Oft sind es gerade die kleinen Pirouetten, die gar nichts mit dem abgefragten Thema zu tun haben, die ich besonders spannend finde. Damit sie nicht für immer im Orkus des Vergessens lande, werde ich demnächst hin und wieder Ausschnitte aus diesen Gesprächen in mein Blog stellen. Ich verzichte dabei sämtlich 1. auf meine Fragen, so dass es eine Art Monolog wird, 2. auf das Nennen der Interviewpartner/innen, aus dem einfachen Grund, dass ich sie zur Autorisierung der Texte nicht noch einmal anfragen möchte. Ich werde die Berufe nennen, das wird sicher zum Verständnis reichen. Auf jeden Fall – so hoffe ich – ist damit geklärt, dass es sich nicht um meine Gedanken oder Einfälle handelt. Wenn ich es schaffe, geht es heute Abend schon los. Sonst in den nächsten Tagen.

ultramar media 25. Januar 2016
Bin gespannt…!!
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papiertänzerin 25. Januar 2016
… fein, auch etwas, das der Vergessenheit entrissen wird 😉
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