Das war wirklich eine Überraschung. Ich meine, man sieht es ja kaum hinter den Bäumen, dass das jemand – oder gleich mehrere – zum sehen auffordern. Um was zu merken, musste man tatsächlich die Augen offen halten. Nur die Kamera kommt so nah ran. Für den menschlichen Blick war der Abstand größer. Seht. Ja. Was? Das Haus vielleicht? Was Besonderes? Überhaupt Häuser? Seht diese Stadt? Oder: Seht Euch um, solange ihr gucken könnt? Vielleicht geht die Aufforderung auf den anderen Fassaden ja noch weiter. Ich kam nicht näher ran, weil – der Kamera-Zoom lässt die Entfernung, und vor allem den zwischen Kamera und Haus liegenden Graben nicht erkennen. Seht Euch alles an. Vielleicht war das die Botschaft. Oder: Seht Euch immer vor. Fassaden sind oft wie heruntergelassene Helme. Diese hier spricht zu uns. Schaun‘ wir mal.

mannigfaltiges 20. Dezember 2015
SEHT oder GEHT…das ist hier die Frage.
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papiertänzerin 21. Dezember 2015
… hab auch zuerst GEHT gelesen ?!
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Stephanie Jaeckel 21. Dezember 2015
Das kommt davon, wenn der eigene Vorname mit S anfängt? – Hmmm. Ist da eine Firma ausgezogen? Oder ist der Appell der selbe, nur nicht für die Augen, sondern für die Füße? Ich hätte doch um die Ecke gehen sollen!
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mickzwo 23. Dezember 2015
Ich habe auch zuerst Geht gegelesen. Dann habe ich mich aber für Seht entschieden. Auf Dauer wirkt das auf mich doch etwas optimistischer, offener.
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