Ich sehe was…

Das war wirklich eine Überraschung. Ich meine, man sieht es ja kaum hinter den Bäumen, dass das jemand – oder gleich mehrere – zum sehen auffordern. Um was zu merken, musste man tatsächlich die Augen offen halten. Nur die Kamera kommt so nah ran. Für den menschlichen Blick war der Abstand größer. Seht. Ja. Was? Das Haus vielleicht? Was Besonderes? Überhaupt Häuser? Seht diese Stadt? Oder: Seht Euch um, solange ihr gucken könnt? Vielleicht geht die Aufforderung auf den anderen Fassaden ja noch weiter. Ich kam nicht näher ran, weil – der Kamera-Zoom lässt die Entfernung, und vor allem den zwischen Kamera und Haus liegenden Graben nicht erkennen. Seht Euch alles an. Vielleicht war das die Botschaft. Oder: Seht Euch immer vor. Fassaden sind oft wie heruntergelassene Helme. Diese hier spricht zu uns. Schaun‘ wir mal.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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