Kategorie: Allgemein

Der Welt anhaften

Ich habe beides erlebt. Und beide Male saß ich in der Berliner Philharmonie. Das erste Mal hörte ich Beethoven. Ich war berührt, weil ich Beethoven eigentlich nie gemocht hatte, aber plötzlich von der Schönheit seiner Musik überwältigt war. Gleichzeitig jedoch fühlte es sich so an, als schaue ich über einen Zaun in einen Garten, das […]

Aus der Rolle fallen

Als Kind habe ich meine Eltern oft auf die Palme gebracht, weil ich im Fernsehen nicht das Kinderprogramm schauen wollte, sondern nur die Werbeblocks vor den Abendnachrichten. Sie verdrehten die Augen und schimpften: „Wer braucht das schon? Wir haben alles!“, während ich in die weite Werbewelt schaute. Rückblickend staune ich, wie kleinkariert diese Welt der […]

Panik

Gelegentlich packt sie auch mich, die Panik. Gerne beim Einschlafen, aus heiterem Himmel, obwohl Pan eigentlich in lauen Lüftchen während der Siesta auftaucht, aber wo keine lauen Lüftchen, fackelt er offensichtlich nicht lange. Immerhin: Der Moment des Einschlafens ist ein heikler. Wir lassen langsam los, die Kontrolle fährt runter, wir gleiten in den Schlaf und […]

Ich sehe was… – nicht

Ich erwarte von Blockbustern eigentlich keine großen Erkenntnisse, zumal, wenn ich sie schon das dritte oder vierte Mal ansehe. Zum 20jährigen Jubiläum habe ich mir gestern noch einmal den Film „Matrix“ angeschaut. Ich mag ihn und denke, er hat die Zeit trotz fortgeschrittener Technik gut überstanden. Der eigentliche Punkt lag dann auch nicht in dem, […]

Gartenarbeit

Wer eine Reise tut – selbst wenn es nur eine Reise in die eigene Kindheit ist – sieht die eigene Alltagswelt – wenn auch vielleicht nur ein, zwei Tage – mit anderen Augen. Wie klar ist mir zum Beispiel geworden, dass ich keinen Garten habe, beziehungsweise, dass ich wahnsinnig gerne einen hätte. Das Foto zeigt […]

Klar sehen

Wenn ich in meine Kindheits-Heimat fahre, bleiben Erinnerungen nicht aus – um es vorsichtig zu formulieren: Tatsächlich werde ich von alten Bildern, Geschichten, Gerüchen geradezu bombardiert. Die lange Bahnfahrt zurück gab mir gestern Gelegenheit, über einige davon nachzudenken. Ich kam an den Punkt, an dem ich mich – mit 18 oder 19 gegen ein „konventionelles“ […]

Die einen

sehen drei Barock-Damen im Park (mit Schloss im Hintergrund), die anderen sehen drei Eierwärmer… – und am Ende haben alle ihren Spass!

Immer wieder anders

Dann muss man noch zum Friedhof, weil sich der Todestag jährt und plötzlich ist es genau umgekehrt: Was als Pflicht ruft, wird zu einem erholsamen Spaziergang und einem echten Geschenk.