Gartenarbeit

Wer eine Reise tut – selbst wenn es nur eine Reise in die eigene Kindheit ist – sieht die eigene Alltagswelt – wenn auch vielleicht nur ein, zwei Tage – mit anderen Augen. Wie klar ist mir zum Beispiel geworden, dass ich keinen Garten habe, beziehungsweise, dass ich wahnsinnig gerne einen hätte.

Das Foto zeigt den Ausschnitt des ehemaligen Rasens in meinem Eltern-Garten. Wo einst Gras war, sind heute vor allem Moos und – Sensation! – Veilchen. Die eigentliche Arbeit jedoch liegt braun dazwischen: Bucheckern vom letzten Herbst und Tannen-Samen, die aussehen, wie präzise designte Flugapparate (mit sacht nach unten gebogenen Flugflächen).

Und falls noch jemand nicht begriffen hat, wozu die Natur den Aufwand treibt, versuche mal, die Bucheckernhüllen und die Tannensamen aus dem Gras zu klauben. Die Dinger krallen sich regelrecht fest. Wer ordentlich arbeiten will, muss sie per Hand aus dem Grün pflücken. Und ja, obwohl das mühsam ist und der Rücken schreit, macht mir das Spass. Weit bin ich nicht gekommen, ich hatte zwischen verschiedenen Terminen immer nur eine Stunde Zeit oder zwei. Aber doch, ja, einen Garten würde ich mir doch wünschen. Mal sehen, vielleicht ergibt sich ja was…

Filed under: Allgemein

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 14

    • Stephanie Jaeckel 29. März 2019

      Ja, wir müssen natürlich mehr und mehr über Wasser nachdenken. Bislang war das ja in Berlin gar kein Thema. Aber die Prognosen stehen auf heiße Sommer in den kommenden Jahren. Keine Ahnung. Für Insekten sind Pflanzen natürlich wichtig. Wir werden wohl viel dazu lernen müssen.

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