Die Leserin…

Die nächste Woche des nicht mehr ganz so jungen Jahres fängt an, und ich kann über meine „Vorsatz-Maschine“ von Silvester schon etwas berichten. Kärtchen müssen dazu am Anfang jeder neuen Woche gezogen werden, darauf ein Aspekt von mir, den ich die nächsten 7 Tage besonders berücksichtigen möchte.

Meine Idee ist dabei vielleicht viel weniger „vorsätzlich“ als Silvester-Vorsätze gemeinhin erwarten lassen. Denn der Schwerpunkt liegt bei mir stärker auf dem „berücksichtigen“ denn auf dem „erledigen“ oder „machen“. Wobei es natürlich auch nicht um Nicht-Machen geht. Was ich meine:

Letzte Woche war ich Leserin. Pfff, der Arbeitsstress geht los, lesen ist da nicht gerade „first choice“. Aber eben. Ich bin also mal zur Apotheke gegangen, um mir Augentropfen zu besorgen. Damit kann ich jetzt zumindest wieder lesen, auch abends, wenn es dunkel ist. Fetter Pluspunkt. Ohne dass auch nur ein Buch in meiner Hand lag.

Nächster Move: Freund*innen fragen, was sie so lesen. In die Bücherei gehen, in den Buchladen. Nicht zuletzt eigene Bücher aus dem Regal fischen. Das ergaben 6 Bücher neben meinem Bett: Maximilian Wied-Neuwied, Reise nach Brasilien, Gianna Molinari, Hier ist alles noch möglich, Shakespeare, Richard III., Kleist, Die Marquise von O, Esther Kinsky, Hain, Joseph Conrad, Jugend.

Nein! ich habe keins der Bücher ausgelesen. An der Front ist also komplette Flaute. Aber. Was ein Gewinn. Die ganze Breitseite von Literatur wieder zu spüren. Ich habe letzte Woche schlicht und ergreifend gemerkt, was ich mir vorenthalte, wenn ich nicht lese. Insofern. Ich bin zufrieden. Die Karte für diese Woche ist pfffffffffff – auch nicht so chic. Ich werde berichten…

Filed under: Allgemein

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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