Himmel und Hölle

Und die Einsicht – je älter ich werde – dass (zumindest zu Lebzeiten) beides gleichzeitig ist, sich also keineswegs die Frage von „entweder/oder“ stellt.

Daraus ergibt sich einiges. Früher war es klar: sobald etwas schief ging, oder auch nur eine Unpässlichkeit meinen Alltag trübte, ging es nicht gut oder gleich schon schlecht. Die Einstellung dahinter: Wenn es gut gehen soll, muss alles stimmen. Heute lächele ich müde darüber.

Warum sich das geändert hat – und ob das bloß Ernüchterungen des Altwerdens sind? Vielleicht (und das wäre so etwas wie eine Hoffnung) hat es auch damit zu tun, nicht immer vom Leben etwas zu erwarten. Roger Willemsen fragt einmal über Rückblicke ins eigene Werden: „Wann wurde man nicht, der man hätte sein können?“ Eine erschreckende Frage, die, oft (oder auch früh) genug gestellt aber auch dazu beitragen kann, Himmel und Hölle nicht überzubewerten. Vielleicht.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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