Nachwachsen (aber zacki, zacki)

Ja, so würde ich gerne meiner Geduld zurufen. Ich habe sie (also die Geduld) heute aus lauter Verzweiflung visualisiert. Weil ich das Gefühl hatte, kein Stäubchen davon mehr übrig zu haben. Ich sah diese hübsche Pflanze, die zig Blätter und Blättchen in die Luft streckt und dachte: da schau, da wächst Dir also gerade neue Geduld nach. Leg‘ Dich am besten heute Abend nur noch ins Bett, und morgen sind die Blättchen bestimmt schon Tellergroß, und es wird alles wieder besser gehen. Jetzt muss ich nur noch glauben, was ich gedacht habe…

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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