Trotzdem

Was habe ich an dem Morgen gelacht! Die Nacht war unheimlich gewesen in einem abgelegenen Motel am Rand des Joshua-Tree-Nationalparks. Wüste, ein von Alkohol und Drogen vernebelter Motel-Besitzer, viel Dunkelheit und noch mehr Schatten. Man muss nicht an Gott glauben, um dieses farbenfrohe Haus mitten im Nichts als Erinnerung in grauen Tagen zu nutzen, trotzdem weiterzumachen. Vielleicht einfach als „Reminder“ dafür, wie widerständig Menschen sein können, wenn den Umgebung schroff ist und das Ziel weit und weiter entfernt.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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