Glamourös aufschlagen

Wenn schon ins Loch fallen, dann doch bitte im KaDeWe. So ging es mir heute. Das, was auf dem Foto wie finstere Nacht aussieht, war fünf Uhr nachmittags. Aber ich fühlte mich so allein auf der Welt, als sei es gerade morgens um Eins an einem Wochentag in einem kleinen Kaff am Ende der Welt. So geht es mir manchmal, wenn ich große Projekte gerade beendet habe. Ich schlage im Hier und Jetzt auf und weiß nicht, wohin mit mir. Vor allem nicht nach Hause, denn da wartet bloß Spül, Wäsche und ein unaufgeräumter Schreibtisch. Ich hab also erst mal einen Kaffee getrunken und dann Leuten beim Einkaufen zugeschaut, später noch ein paar Klamotten anprobiert, das ist nämlich fast so schön wie verkleiden. In der Austern-Abteilung gab es dann einen Höhepunkt besonderer Art: Die gelangweiltesten Gesichter des frühen Abends. Wow! Spätestens da musste ich lachen. Und bin gut gelaunt zu meinem Spülberg gefahren…

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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