Andere froh machen

Sich das vorzunehmen, hat oft verheerende Folgen. Dennoch – könnte ich mir diesen Auftrag nicht öfter auf die „To Do“-Liste schreiben? Als Kind, und daran erinnere ich mich noch gut, gehörte das zu den täglichen Aufgaben. Allerdings, wie ich damals schon vermutete, (wahrscheinlich) nur für Mädchen. Mir kam die Aufgabe albern vor. Unnütz. Und mal wieder von elterlicher Didaktik so spürbar durchwirkt, dass ich schon aus Trotz keine Lust hatte. Heute sehe ich das anders. Gute Tage sind die, an denen mir so etwas gelingt. Nach Feierabend, in einer Umkleidekabine sah ich mal wieder ziemlich alt und gerädert im Spiegel aus. Dennoch musste ich lachen, weil ich genau das dachte: Froh machen geht immer!

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 8

  1. Anhora 7. März 2019

    Ich freue mich auch daran, wenn ich andere froh mache, denn es kommt so viel zurück. Das Lächeln der andern macht mich ja auch froh. Das klingt berechnend, ist es aber nicht. Ich machs einfach gerne und die Reaktionen kann (und will) man ja nicht verhindern. 🙂
    Das ist sicher etwas Weibliches, na und? 😉

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    • Stephanie Jaeckel 7. März 2019

      Ja, nein, vielleicht. Ich versuche auf eine Weise schon – vor allem beruflich – nicht automatisch „die Nette“ zu sein. Da verliere ich schnell Respekt – zumindest nach meiner Erfahrung. Aber privat ist das für mich was anderes. Oder unter den Kolleg/innen im Großraumbüro. Da helfen ja oft schon kleine Dinge – schon ist der Tag für jemand gerettet. Gestern – um ein umgekehrtes Beispiel zu nennen – hat mir mein Kollege Jonas gezeigt, wie ich mich auf meinem neuen Handy sichtbar mache für die, die ich anrufe. Hat 15 Minuten gedauert, bis wir das raus hatten. Und ich war danach so was von froh! Klar, ein gemeinsames Mittagessen mit zwei anderen Kolleginnen war auch schnell vereinbart. Freue mich schon 😉

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      • Anhora 8. März 2019

        Ich denke auch, man kann und muss nicht immer und zu allen nett sein. Gerade im Beruf muss man sich auch durchsetzen können, auch in der Familie und in Beziehungen. Aber es gibt viele sogenannte belanglose Gelegenheiten, den inneren Griesgram abzuwürgen und einem Lächeln Platz zu machen, oder einem Kompliment, einem kleinen Spaß oder was immer. Wo und wann es halt passt. Man kommt leichter durch den Tag, das ist meine Erfahrung. 🙂

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