Luft holen

Kaum hat das neue Jahr begonnen, mache ich blau. Einen Tag frei, obwohl sich die Arbeit stapelt. Nein. Gar nichts habe ich nicht mal heute gemacht. Irgendeine E-Mail muss immer geschrieben, ein Telefonat gemacht werden. Aber ansonsten, heute alles mal ohne mich. Ich schaue in den (zum Teil sogar blauen) Berliner Himmel und gut ist.

Gleich bekomme ich mehr Luft. Es fühlt sich fast so an, als wüchsen meiner Lunge neue, größere Flügel und bei jedem Einatmen passt mehr in mich: klare Luft, die für klare Gedanken und weite Blicke zurück und nach vorne reichen. Mal schauen, wenn ich noch einmal tief einatme, hebe ich vielleicht ab?


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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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