German Angst

Da schreien alle nach Datensicherheit – und kaum kommt ein DatenschutzGesetz, geht das Gezeter los. Was jetzt alles schief gehen kann! Da lauert doch schon das Böse hinter dem Paragraphendickicht. Und was für eine Zumutung: Sich da selbst drum kümmern zu müssen. Geschenkt: ich hätte mir auch etwas mehr Info im Vorfeld gewünscht. Aber je näher der Stichtag rückte, desto mehr fundierte Hilfe gab es. Ich habe meine Erklärung längst nicht alleine hinbekommen. An dieser Stelle ein fettes Danke an Andreas! Und jetzt hoffe ich auf die Zeiten, wo Blogger/innen Mut schöpfen und sich wieder öffentlich zeigen – und wo ich endlich wieder mehr Klicks für meine Texte als für meine Datenschutzerklärung bekomme…

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 7

  1. Michael H. Gerloff 25. Mai 2018

    Die Angst (?) scheint mir allerdings nicht wirklich nur „German“ zu sein – das ist ja eine EU-Verordnung. Und was ich in der letzten Zeit an Podcastern aus USA und UK über die GDPR fluchen hörte – bis hin zu der heutigen Mail von Instapaper, die mal kurzfristig die europäischen Nutzer*innen aussperren -, ist das für mich schon ein größeres Thema.

    Und seit ich gestern die aktuelle „Lage der Nation“ dazu hörte, in der erklärt wurde, daß Kundentracking für Werber ein höherrangiges Interesse ist, weshalb die DSGVO da nicht greift, ist das für mich nur noch eine Lachnummer.

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    • Stephanie Jaeckel 25. Mai 2018

      Es erwartet sicher niemand ernsthaft, dass die großen Firmen sich irgendeine Butter vom welchem Brot auch immer nehmen lassen. Dennoch. Wenn wir Datenschutz fordern, müssen wir die Konsequenzen akzeptieren. Noch einmal: Geld ist immer ein höherrangiges Interesse. An der Stelle erwarte ich weder Gerechtigkeit noch Schutz.

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      • Michael H. Gerloff 25. Mai 2018

        Solch einen Datenschutz habe **ich** nie gefordert 🙂 Und es kann ja eben auch ganz andere Konsequenzen geben – diese akzeptiere ich jedenfalls nicht im Sinne von „das muß so sein, das geht nicht anders“.

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        • Stephanie Jaeckel 25. Mai 2018

          Ja gut, ich weiß nicht, wo Du Dich engagierst und Deine Forderungen äußerst. Es muss natürlich nix so sein, wie es ist. Ich kann nur feststellen, dass Geld meist mächtiger ist, als gute Ideen. Aber das sollte natürlich niemanden abhalten, sich drum zu kümmern. Langer Atem zahlt sich durchaus aus. Es ist ja nicht so, dass es ohne dieses Datenschutzgesetz besser war: Die Lage war eben nur unübersichtlicher. Jetzt kann ich nachlesen, was europaweit geht oder auch nicht. Ehrlich, passt mir besser in den Kram, als die Unsicherheit, ob das, was ich mache, nicht doch irgendwo gegen Richtlinien oder was auch immer verstößt.

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