Glück im Unglück

Manchmal muss man tatsächlich erst mal Pech gehabt haben, um dann Glück 🍀 🍀 🍀  zu bekommen. Also, gestern war so ein Tag, wo Glück und Pech eng beieinander lagen. Erst war mein Bibliotheksausweis abgelaufen, so dass ich nicht ans Regal kam, wo mein bestelltes Buch lag (Pech), dann streikte auch noch der Kassenautomat (noch mehr Pech), dann war die Ausleihe geschlossen (Wäääähhh!!!). Die Bibliothekarin hat mich dann unter Gemecker noch reingelassen (Glück), ich habe mein Buch bekommen (Glück), später allerdings gesehen, dass ich es kaum gebrauchen kann (naja). Danach war ich im Kammermusiksaal und habe das fantastische Cuarteto Casals gehört (größtes Glück). Anfang Mai konzertieren sie noch einmal in Berlin, jede und jeder, die oder der Freude an „klassischer“ Musik hat, sollte unbedingt dort hingehen. Die sind der Hammer, und bloß nicht mäkeln, das sei ja nur Kammermusik oder so.

Nach dem Konzert gab es noch ein Nachtessen (lecker + Glück), der Nachhauseweg war regnerisch (Pech) und dann hatte ich meinen Schlüssel im Lokal vergessen. Lokal war schon zu und alle meine Hausbewohner waren entweder nicht da oder schon im Bett. Kein Licht leuchtete mehr hinter den Fenstern. (Unglück, aber massives). Irgendwann ging dann doch mal ein Badezimmerlicht an und ich habe sofort angerufen (Glück, dass ich die passende Nummer auf meinem Handy hatte!). Kurz: Ich habe die Nacht in einem sehr komfortablen Gästezimmer verbracht (Glück). Im Büro hatten alle Mitleid mit mir und waren nett (Glück) und am Ende war der Schlüssel tatsächlich gefunden und abgegeben worden, so dass mir der Schlüsseldienst erspart blieb (riesengroßes Hurra! 😊 😁 🙌 ). Jetzt bin ich sowas von gut gelaunt, einfach nur zu Hause zu sitzen, die Waschmaschine laufen zu haben und nix weiter vor, dass ich fast lachen muss. Nur ein Tag unfreiwillig außer Haus, und schon kann ich mich wieder über meine kleine Wohnung freuen. Was ein Glück!

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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