Tischfeuerwerk?

Von wegen! In Kreuzberg fallen uns seit Stunden schon fast die Ohren ab. Was an Sonne in den letzten Tagen fehlte, wird gerade als Gedonner nachgeholt. Dieses Jahr kann hier keiner so tun, als sei es ein Abend wie jeder andere…

Ich habe mich für eine kleine Retrospektive ins Hinterhaus gekuschelt und mir meinen Kalender noch einmal durchgeschaut. Wie schnell ich Sachen vergesse! Dass das letzte Jahr so in einem Rutsch an das vorhergehende anschloss, dass mir fast Hören und Sehen verging! Ich war mitten in der Kimmo-Hörbuchproduktion und habe quasi durchgearbeitet. Ich weiß noch, wie verdattert ich war, als Mitte Januar mein Geburtstag anstand – Was jetzt schon!? Und dann war es eine kleine lustige Sause, klein, weil es am nächsten Tag nach Leipzig ging, und da lag Schnee, wie ich mich erinnere. Im Februar hatten viele Freund/innen Geburtstag, ich war bei einer gruseligen Kinderbuchpräsentation im sensationell schönen Berliner Aquarium und mit meinen Freundinnen Sigi und Katharina in einer derartigen Rowdyfahrt zum Müll, dass mir noch Stunden später – als wir kichernd beim indischen Essen saßen – die Ohren schlackerten. Karneval war ich bei meiner neuen Firma in Süddeutschland und konnte es mir knapp verkneifen, die Pappnase aufzusetzen. Im März hatten noch mehr Freund/innen Geburtstag, jupppieee!, was wäre das Leben ohne Euch!?, danach war ich im Rheinland, wieder zurück, der Osterhase kam vorbei, eine Tetanusimpfung klappte wegen einem Infekt nicht und dann war ich knapp drei Wochen im Paradies mit Namen Kalifornien. Danach war nichts mehr so wie vorher. Echt wahr.

Keine Sorge, den Rest spare ich aus. Es gibt mir bei dieser Rückschau zu denken, woran ich mich wirklich erinnere, und dass es oft die kleinen Dinge sind, die sich mehr einprägen, als die – im jeweiligen Moment – vielleicht als „wichtig“ empfundenen. haha. Auch schon oft gehört und gelesen. Aber doch immer wieder verblüffend, wenn es einen dann selbst trifft.

Was möchte ich nächstes Jahr machen? Mir bleiben noch ein paar Stunden, das rauszufinden. Ich lebe gerne mit Zielen. Auch, wenn ich nicht immer stramm draufzulebe. Aber dass ein paar Sterne am Horizont leuchten, gefällt mir. Also werde ich mir auch dieses Jahresende noch ein paar in den Himmel picken. Euch wünsche ich allen einen guten Start und eine vergnügliche Nacht. Bis nächstes Jahr dann…

 

 

Filed under: Allgemein

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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