Der Küchenspülblues

Jeden Abend Wassertropfen,

jeden Abend Seifengischt,

jeden Abend gelbe Hände,

jeden Abend Spül am Ende,

das ist der Küchenspülblues.

 

Jedes Essen lässt hier Spuren,

jeder Happs ein Tellerlein,

auch Getränke, Salzstangen, Gummibärchen, Äpfel, Birnen, Datteln,

alles muss am Ende rein – in den Spülstein,

das ist der Küchenspülblues.

 

Möchte mal die Fron vergessen,

abends ohne Auftrag sein,

doch dann darf ich gar nichts essen,

nicht zu Hause, Liebelein,

pffffff, wie mich das anödet, kann nicht einer mal den Stecker ziehen oder das Murmeltier woanders hin schicken – ???

das ist der Küchenspülblues.

 

Die Melodie darf sich jede/r selber zurecht legen. Ich gehe derweil mal – ja was wohl?  – spülen…

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 4

  1. fraujaeger 15. Oktober 2016

    Spülmaschine? Oder nein, besser nicht. Dann wären ja nicht diese unterhalsamen lyrics entstanden. Außerdem: sehr hübsch, diese Spülhilfen, die vor Spülhänden bewahren (ach ja, was waren das für Zeiten, als es noch Pril gab…🙂 ) und einen mit ihrer Herbstmelancholieverscheuchfarbe vom vergangenen Sommer träumen lassen. Wünsche Dir ein prima Wochenende. LG, Petra

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  2. Stephanie Jaeckel 15. Oktober 2016

    Ja, die sind toll, und das Beste, es gab sie schon zu Zeiten der Höhlenmalereien. Echt! Ich muss bald mal das Foto posten, das glaubt mir sonst keine/r 😉 Spülmaschine wäre was, aber die passt beim besten Willen nicht in meine Küche. Aber wenn ich ehrlich bin – ich träume gelegentlich schon von einer. Dir auch ein schönes Wochenende. Ohne Spülhände!

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