der große Garten wird gerade plattgewalzt, eine Neubausiedlung, noch eine. Meine Tante stirbt, als ich komme. Die Leute sagen plötzlich „junge Frau“ zu mir. Der Hund meiner Freundin wird das nächste Mal wohl auch nicht mehr da sein. So viel neue Gräber. Ich bin alt geworden und die Besuche im Land meiner Kindheit sind keine Heimkehr mehr.

Myriade 25. September 2016
Traurig, aber unvermeidlich …..
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papiertänzerin 26. September 2016
… vielleicht, hoffentlich! hast du eine neue Heimat in Berlin, und das Land deiner Kindheit ist in dir, immer, (hinter diesem verwunschenen Gartentor?), bis auch du die Seite wechselt. Trotzdem traurig und auch anstrengend dieser stetige Wandel, I know.
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Stephanie Jaeckel 26. September 2016
Ja, Berlin ist längst mein Zuhause geworden. Zum Glück. Sonst wäre dieses Wegbröckeln der Vergangenheit noch schmerzlicher. Aber es ist verrückt. Natürlich wissen wir alle von der Vergänglichkeit. Aber solange es die Orte von früher noch gibt, scheint es eine intakte Verbindung dorthin zu geben. Dieses Mal jedoch erschien mir die Reise in die Heimat wie die in eine Ruinenlandschaft. Vielleicht hatte auch die melancholische Herbst-Stimmung ihre Finger mit im Spiel. Ich weiß es nicht. Aber gerade laufe ich noch ganz verstört herum.
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