Beim starken Kaffee heute in der Sonne dachte ich, wie das wohl wäre, wenn ich eine Woche Zeit hätte, einmal nur Gedichte zu schreiben. Wie ich dann den Tisch leer räumen und mit einem Sack voller Wörter überschütten würde, die ich stundenlang zu immer längeren Sätzen legen könnte. Wie ich vor einem Obstteller säße und alle Früchte mit Geduld und spitzen Fingern zu einer Collage aller je gesehenen Obstteller zusammen fügen würde. Wie ich einem, der nie bei mir war, die Wände meines Zimmers buchstabieren könnte – tick, tick, tick. Könnte ich zu Liedern anheben meines Schmerzes? Das Stottern meiner Sehnsucht singen und die raue Wut meiner Unfähigkeiten? Wie wäre es, einmal nur Gedichte zu schreiben? Und wann?

papiertänzerin 16. September 2016
… Gedichte schreiben sich bei mir am besten zwischendurch, zu viel Zeit läßt sie verstummen 😉
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Stephanie Jaeckel 16. September 2016
Hm. Vielleicht liegt es daran, dass ich Anfängerin bin und mich erst mal mit dem neuen Tun auseinander setzen will. Habe ich überhaupt eine lyrische Stimme, wenn ja, kann sie singen, oder will sie laut vortragen, leise wispern, wenig, oder eher viel sagen? Könnte sein, dass ich später auch schnell und spontan schreibe. Oder dass ich gar nichts schreibe. Und am Ende ist natürlich, wie man im Rheinland so sagt, jeder Jeck anders…
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