Wann, frage ich mich manchmal, wenn ich Zeugnisse früherer Kulturen sehe, wann mögen sich Menschen zum ersten Mal gefragt haben, was es mit ihrem Menschsein auf sich hat. Was sie unterscheidet von Tieren. Oder was ihnen an ihrem Dasein gefällt und was nicht so. Götter oder andere jenseitige Strippenzieher spielten wohl früh im Selbstverständnis unserer Spezies eine Rolle. Es gab offensichtlich schon sehr bald dieses Gefühl, dass es mit dem Erdendasein doch nicht getan sein könnte. Oder dass irgendwo noch jemand sein musste, als Dialogpartner. Ganz alleine auf der Welt unterwegs zu sein, das war wohl zu viel für das menschliche Denken. Und vielleicht steckt ja auch was dahinter. Wenn ich diese alten Menschen sehe, bzw. die Abbildungen, die sie von sich hinterließen, wird mir oft ganz schwindelig. Sie sehen aus wie wir. Aber sie mögen doch ganz andere Vorstellungen in ihren Köpfen gehabt haben. Ob wir uns mit ihnen verständigen könnten?
