Ein Tiger namens Ungeduld

hat sich eingeschlichen. Leise, auf Katzenart, kein Wunder, Tiger kommt vermutlich von einem Wort, das sich im Deutschen mit Pfeil übersetzen ließe. Jetzt ist der Tiger drin im Tank – oder zumindest in meinem Nervensystem und will Beute. Erst habe ich gar nicht viel gemerkt. Es gab Termine, noch mehr Termine, und also musste alles schnell gehen. Und jetzt gibt es gerade nur einen Termin und ich bin von einer Unrast befallen, als hätte ich eine ganze Tigerfamilie im Nacken. Kaum etwas kann auf meinem Schreibtisch liegen, von dem ich nicht sehnlichst wünschte, es wäre schon fertig. An etwas arbeiten, mir Zeit lassen? Wozu das denn? Ja. Wozu? – Der Tiger muss weg. Keine Ahnung, wie ich ihn wieder abschütteln kann. Aber diese Ungeduld mit mir (und dann leider schnell auch mit anderen) ist nix. Vielleicht mache ich morgen mal gar nichts. Dann wird es dem Tiger zu langweilig – und er schleicht sich. Wir werden ja sehen.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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