Komischerweise dachte ich zuerst an Müll. Aber der ist in den meisten Fällen nicht nutzlos, sondern einfach nur zu viel. Dann dachte ich daran, dass mir als Kind gerade nutzlose Dinge besonders schön erschienen. Ich war halt nie so fürs Praktische. Das kam erst später. Und hatte wohl viel mit Erfahrung zu tun. Kunstgeschichte studieren? Ist gar nicht nutzlos. Aber auch nicht besonders praktisch. Manchmal denke ich, dass mir von Kind an die Nutzlosigkeit als Lebensform vorschwebte. „Nur das Nutzlose bereitet Vergnügen“, schreibt Tschechow. Nicht das Schlechteste, Vergnügen zu bereiten.

Maren Wulf 29. August 2016
Das ist wieder mal ein interessanter Denkanstoss, Stephanie. Du erlaubst, dass ich Tschechows Gedanken ein wenig abwandle: Ganz besonders das Absichtslose bereitet Vergnügen.
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