Ständig kommt ein neuer angewutscht, und wenn ich ihn packen und weiterdenken will, kommt schon der nächste. So wollte ich über den heutigen Welterschöpfungstag schreiben und daran erinnern, dass man alles sparen kann, Strom, Wasser, Essen, Papier, und, und, und, damit für die nächste Generation noch was übrig bleibt, bzw. nachwachsen kann. Dann las ich einen Artikel auf Zeit-online über die Pflegezustände in Heimen, die ich nur zu gut kenne und über die immer und immer geschrieben und geredet werden muss, muss, muss, bis sich endlich etwas ändert. Denn so, wie wir mit den alten Menschen unserer Gesellschaft umgehen, gehen wir ja schließlich mit uns selber um. Dann dachte ich, mal wieder über Migräne zu schreiben und dieses merkwürdige Phänomen, dass sie Halluzinationen auslöst, die einem vom Menschen zum unförmigen Monster mutieren lassen, indem sie sämtliche – eigentlich selbstverständlichen – Körperwahrnehmungen auf den Kopf stellen. Und einen nach einem Anfall seltsam fremd in der eigenen Haut zurück lassen. Dann habe ich das neue Buch von Jeannette Winterson zu lesen angefangen und möchte nur jubilieren, ja und dann dachte ich daran, dass jede Medaille zwei Seiten hat, und ich gerade das Gefühl habe, nach den vielen Rückseiten auch endlich mal Vorderseiten zu Gesicht zu bekommen und ich wollte darüber nachsinnen, woran das liegen könnte. Ja, am Schluss gab es noch einen Artikel auf Spiegel-online, dass Singles vielleicht doch die glücklicheren Menschen sind, aber am Ende ist auch der Gedankengang wieder weggehüpft…
