Musik wie ein guter Espresso

Keine Lust, weil es draußen regnet? Seit gestern gibt es Sommer für die Ohren: Rodrigo Santa María und Band haben ihre dritte CD in Deutschland herausgebracht: Todo o nada. Stark, elegant, wild, zart, laut, mit Karacho und Zurückhaltung, Lieder und Instrumentalstücke in ziemlich großer Besetzung: Gitarre, Bass, Schlagzeug, Schlagwerk, Klavier, Trompete, Saxofon, Flöte, Oboe, Klarinette, Violine, Bratsche, Cello und mit verschiedenen Stimme.

Die meiste Zeit höre ich klassische Musik. Deshalb fehlen mir wohl die richtigen Worte, um diese Mischung aus südamerikanischen Musik, Jazz und einem für Rodrigo Santa María unverwechselbaren eigenen Sound zu beschreiben.

Rodrigo kommt aus Chile. Er ist Gitarrist, und das ist auch die Basis seiner Stücke. Von CD zu CD kommen andere – und wie mir scheint, auch mehr – Instrumente dazu. In einer Besprechung seiner Stücke fiel der Begriff „Bossa Chilena“, was mir eben trotz kompletter Unkenntnis eine gute Beschreibung scheint. Meinen klassisch geprägten Ohren gefällt die Komplexität, mit der er die Instrumente einsetzt: stets entsteht ein eigener Kosmos, Rhythmen werden mit Trommeln, Rasseln, Kesseln, Glöckchen, nicht zuletzt mit der Gitarre angetrieben, man bekommt Lust zu tanzen (anders als in der Philharmonie), aber es gibt auch immer wieder ruhige Momente zum Träumen oder sich bloß mal wohl fühlen. Wenn ich ehrlich bin, hält mich jedoch seine am meisten Stimme im Bann. So möchte ich abends in den Schlaf gesungen werden. Jaja.

Die offizielle Release-Party ist nächsten Freitag in Kreuzberg. Ich werde noch Bescheid geben. Dann weiß ich auch, wie die CD zu bekommen ist.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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