Der Sonntagabend ist dem Montagmorgen die letzte Abfahrt

Wo doch der Sonntagabend oft mit goldenen Sonnenuntergängen schmeichelt, mit glücklichen Abendessen oder großen Ideen. Aber spätestens auf dem Weg ins Bett wird klar: morgen früh ist Montag. Nix zu machen. Und dann liegt tonnenschwer luftiges Gewicht auf der Brust, der Kaffee steht so weit wie die nächste Oase, die Pflichten rufen laut wie ein niedrig fliegender Kampfjet. Was hilft? Sich an die abendliche Lebenslust zu erinnern. Sich zu freuen, am Leben zu sein. Sich etwas zu überlegen, was den Montag zumindest zu einem Dienstag macht und darauf hoffen, dass der nächste Samstag bald schon anbricht.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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