Sommerferien

Die Schulkinder genießen die ersten freien Tage und mich befällt eine leichte Melancholie, wenn ich ihnen dabei zuschaue. Es ist eine Erinnerung an sehr ferne Zeiten, in denen ich sechs freie Wochen als ungeheuer viel Zeit und als großes Versprechen verstand. Zeiten, in denen meine Freude darüber wirklich ungetrübt war. Und ich erinnere mich an so viele Schulfreundinnen (zuerst), die mir abhanden gekommen sind. Und später auch an andere Menschen, deren Freundschaft manchmal einfach nur zerbröselt ist oder – im schlimmeren Fall – die mit einem Schlag die Türe zugeschlagen haben und verschwunden sind. Das ist wohl der laue Sommerabend-Blues. So viele Fragen. Und immer noch die Hoffnung, es könne sich um Missverständnisse gehandelt haben. Dagegen hilft wahrscheinlich nur noch die Küche putzen. Oder endlich einen Kompott von den ersten Sommeräpfeln kochen.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 2

  1. tomas bächli 24. Juli 2016

    Sommerferien: Das große Verprechen sechs Wochen lang keine Kinder am Morgen wecken zu müssen ,exzessiv arbeiten, exzessiv feiern,nachts zu leben, und dem Tag in Gewässern zu verbringen. Vielleicht auch mal an die früheren Bekannten denken, Google hilft,was,der ist Uniprofessor geworden, spinnen die oder ich. Alles ist möglich man muss es nur machen.Nur das Geld wird immer weniger, da muss man später nach einer Lösung suchen , vielleicht im Herbst .

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