Jetzt, nach dem Tod meiner Mutter, scheint bei mir eine Zeit des Erinnerns einzusetzen.Vor allem in Träumen rekapituliere ich alte Erlebnisse. Oder im Laufe des Tages kommt mir ein Traumbild in den Sinn, das aus der Vergangenheit stammt. Großeltern, Tanten, Onkel, Freundinnen, deren Namen ich längst vergessen habe, erste und zweite Lieben, Orte, zu denen ich nicht mehr finden würde, Zeiten, in denen ich eine andere war. Der Grat ist schmal. Denn Erinnern scheint mir wichtig. Um das Bild, das ich von mir und meiner Familie habe, immer wieder neu auszulegen. Zurückblicken und grübeln, ob dies oder das nicht besser gewesen wäre dagegen bekommt mir nicht gut. Don’t look back. sang auch schon David Bowie. Ja, wozu hat man denn Helden?
