Genießen

Den Picknickkorb packen, auf die große Wiese fahren und vom goldenen Löffelchen essen. Wann, wenn nicht jetzt? – Mir scheint, und ich bin da ziemlich allein auf weiter Flur, weil sich über den Genuss noch wenig Menschen Gedanken gemacht haben, also, mir scheint, dass man erst mit zunehmendem Alter das genießen lernt. Kinder mögen. Und wie! Aber sie sind oft schnell, ratzfatz ist das Eis weg, die Nudeln gegessen, das Spiel langweilig.

Genießen hat vielleicht etwas mit einem Gespür für Luxus zu tun. Auch wenn man gerade nur einen Kaffee trinkt oder ein Glas Wasser. Aber eben: Was für ein Luxus! Herrlich, vor allem, wenn der Moment stimmt. Denn Genießen hat auch etwas mit dem Zeitgefühl zu tun. Dass ich den Augenblick wahrnehme und mich darin. Dabei werden Genießer/innen oft mit strengen Blicken bedacht. Wer sich das einfach so herausnimmt: Sinnenfreuden. Am helllichten Tag. Statt seine Aufgaben zu erledigen.

Im Netz gibt es eine Studie, die zeigt, dass die Genussfähigkeit nach Regionen unterschiedlich ist, es also möglicherweise an der Mentalität eines Menschen liegt, ob sie oder er gerne genießt oder eher Skrupel hat. So richtig weiß jedoch niemand, ob man genießen lernt oder es einem in die Wiege gelegt wird. So oder so. Jetzt ist die beste Zeit, das Leben draußen zu genießen. Das sollten wir mal nicht verpassen.

Filed under: Allgemein

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 2

    • Stephanie Jaeckel 28. Juni 2016

      In einer durch und durch kommerzialisierten Welt wie unserer sind Luxus und Verschwendung oft eins, das will ich gerne unterschreiben. Genussmittel – das Wort spricht ja schon Bände. Und Kaffee gehört sogar dazu. Aber eben, was ich meine, ist gerade das neben dem Konsum genießen, was wohl oft nur mit „Zeitluxus“ einherzugehen scheint. Sich selbst verschwenden? Hu. Klingt erst mal gefährlich. Aber ich denke weiter darüber nach 😉

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