Make it rain harder

Ich gebe es zu: Regen behagt mit nicht. Selbst warme Sommerregen werden von mir mit einer langen Schnute quittiert – keine Ahnung, vielleicht hat es (zu meiner Ehrenrettung) etwas damit zu tun, dass ich eine Brille trage, die voll geregnet keine Übersicht zulässt. Im Regen Fahrrad fahren ist mir das größte Gräuel, Menschen, die um Regen tanzen, habe ich erst begreifen müssen. Ich versuche es allerdings stets und immer wieder, mich zu arrangieren (was bleibt einem in Berlin auch anderes übrig): Ich sage mir zum Beispiel, dass es nur Wasser ist oder dass man sich wirklich lächerlich macht, wenn man mit einem finsteren Gesicht durch einen Schauer fährt.

Und da sehe ich heute dieses Video vom Superbowl, wo Prince in wahren Wasserfluten auftrat. Der tat so, als hätte er höchstpersönlich das Scheißwetter bestellt, als kleinen Gag für seinen Pausen-Gig. „Make it rain harder“, soll er dem besorgten Veranstalter kurz vor dem Auftritt gesagt haben. Keine Frage, diese kurze Schow war beeindruckend. So eine gute Laune. So gar keine Angst, auf dem glitschigen Boden auszurutschen. So ein Karacho. Wow. Das nehme ich mit. Auch, wenn ich hoffentlich nicht in die Verlegenheit komme, im strömenden Regen vor hunderttausenden Menschen singen zu müssen.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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