Meinetwegen auch ein Betriebsgeheimnis ist es, das ich unbedingt lüften will: Wie schreibt man einen Text, den andere mehr als einmal lesen oder hören möchten? Kann ich als Autorin überhaupt etwas dafür oder dagegen tun oder sind es die Launen des Publikums, die nach Wiederholung verlangen?
Bei Filmen ist die Sache zumindest augenscheinlicher. Schöne Schauspieler/innen, tolle Szenen, witzige Dialoge, tolle Musik, die man gerne ein zweites Mal hört. Details, die bei jedem Wiedersehen aus dem bekannten Bild aufploppen.
So stelle ich mir das auch bei Texten vor. Dass sie Details nur nach und nach herausgeben. Dass sie so vielschichtig laufen, dass stets etwas anderes in den Vordergrund rutscht. Oder sich neue Bilder auftun, leichte Verschiebungen wie in einem Kaleidoskop vielleicht.
Die Qualität der Sprache – das sollte es sein, denke ich meistens. Aber die Geschichte darf sich auch nicht abnutzen. Aber welche Geschichte könnte das sein? Es gibt Bücher, die ich wieder und wieder lese. Es gibt auch Bücher, in denen ich meine Lieblingsstellen angestrichen habe. Ich sollte mir die wohl dringend noch einmal genauer anschauen.

mannigfaltiges 13. April 2016
Kommt eigentlich sehr, sehr selten vor, dass ich einen Text (Sachbuchtexte mal ausgenommen) mehr als einmal lese.
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Stephanie Jaeckel 13. April 2016
Tatsächlich tauchte die Frage zum ersten Mal beim Hörspiel auf. Denn dort wird viel Aufwand für die Sounds betrieben und irgendwie ist für mich eine CD etwas, was man mehr als einmal hört – sonst war es ein Fehlkauf.
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mannigfaltiges 13. April 2016
Dann habe ich bis jetzt nur Fehlkäufe getätigt. Wobei ich Hörbücher und Hörspiele eh nur selten benutze. Aber ist es nicht so wie bei den Bücher – von 1000 ließt man vielleicht deren 10 nochmals (Fachbücher auch hier ausgenommen). Es gibt allerdings Stimmen die mich in den Bann ziehen. Dann ist mir aber auch der Inhalt wurscht.
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Stephanie Jaeckel 14. April 2016
Ich denke, ich habe noch nie ein Fachbuch noch einmal gelesen. Denn meist war es überholt, wenn ich mich dem Thema noch mal zugewendet habe. Ich bin allerdings auch schon eine Art Urgestein.
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mannigfaltiges 14. April 2016
Kommt auf das Fachgebiet an.
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