kann den Menschen nicht außen vor lassen. Denn alles, was uns wild und natürlich erscheint, ist längst vom Menschen geformt oder beeinflusst. Seit unsere Spezies die Erde betreten hat, hinterlässt sie ihre kleineren oder größeren Fußspuren. Erst kürzlich wurde Archäologen klar, dass unter den riesigen Tropenwäldern des Amazonas ganze Kulturlandschaften liegen. Von wegen: Urwälder… – alles eine Frage – wenn auch unendlich langer – Zeit(räume).
Dennoch ist es heute fast wichtiger als vor noch ein oder zwei Jahrhunderten, in die Natur zu gehen. Spazieren oder wandern, um gegen die Beschleunigung unserer Zeit anzulaufen. Um in die Ferne zu sehen, Horizonte über den eigenen Schreibtischrand zu verschieben. Um tief einzuatmen. Natur ist und bleibt für den Menschen ein Referenzsystem. Wir haben uns aus der Natur heraus kultiviert. Aber wir bleiben mit unserem Körper immer auch ein Teil von ihr. Vielleicht gärtnern viele Menschen auch deshalb so gerne. Nicht, um die Natur zu manipulieren. Sondern um unsere Wahrnehmung zu schärfen.

mannigfaltiges 1. April 2016
Ich bearbeite erst seit 2 Jahren einen Garten, noch nie habe ich so genau geguckt. Nicht nur auf die Natur.
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