Einige kamen über das Telefon. Andere zeigten sich einfach am Wegesrand. Außerdem hatten wir einen Sonnentag. Und dann gibt es immer noch den Fotoapparat. Wie sagte mal eine Freundin: Fotografieren kann auch Stress reduzieren. Weil: also bei dem Bild (s.o.) hat eine Frau, die hinter mir die Straße überquerte, gelacht. Schon ein paar Schritte weiter fragte mich jemand, was ich denn da im Auto fotografiere. Es war eine nackte Frau. Nein, keine „echte“ – eine kleine aus Plastik, die am Rückspiegel hing. Wer Fotos macht, muss gucken und alle paar Schritte stehen bleiben. Das Gewöhnliche immer und immer wieder mit neuen Augen zu sehen, ist – wie mir gerade durch den Kopf wandert – auch Ziel der Klunker. Und dann: Du trägst mit der Kamera Deine gesamten Lebenserfahrungen zusammen. Bild für Bild. Da lachen sogar die guten Geister.

mannigfaltiges 7. Februar 2016
Gerade gelesen:
„…dass die Fotografie uns stets in der Vergangenheitsform erreiche, sie somit die traurigste aller Künste sei, weil sie von einem Augenblick erzähle , der nie wiederkehrt; die Malerei sagt, es ist; die Fotografie, es war.“
So in dem Buch „Zwei Herren am Strand“. Der Autor – Micheal Köhlmeier – legt es W. Churchill in den Mund.
Churchill versuchte mit Malen seinen „Schwarzen Hund“ in Zaum zu halten. Ich mit Fotografie (und bloggen).
Darum kann ich Deiner Freundin nur zustimmen.
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Stephanie Jaeckel 7. Februar 2016
Tolles „Zitat“! Fotografie hat oft etwas melancholisches, das stimmt. Vielleicht hat sich das aber auch – vielleicht nur an den Rändern – geändert. Weil es eben auch diese Fotos gibt, wo ich denke, „wow! Das gibt es auch! und das! und das!“ Bei Landschaften, oder Tieren. Früher waren die Fotograf/innen viel mehr darauf auf, etwas „festzuhalten“, zu dokumentieren, zu repräsentieren. Meine Fotos zum Beispiel wollen ja einen Blick festhalten, nicht die Dinge an sich. Und Blicke können immer wieder neu sein: Wenn man Fotos/Bilder betrachten als Schauen lernen/in der Welt sein lernen versteht. Wo der Augenblick festgehalten ist (auch im, z.B. impressionistischen Bild), schwingt Vergänglichkeit mit – aber eben immer auch die freundliche Aufforderung an die Betrachter/innen: Genieße den Augenblick!
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mannigfaltiges 7. Februar 2016
Deine Photos sind keine dokumentarischen, ja, aber sie haben wirklich einen eigenen Blick. Manchmal erinnern sie mich an Stilleben, dann wieder an abstraktes.
Auf jeden Fall laden sie ein, den Augen – Blick zu genießen.
Schönen Sonntag.
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Stephanie Jaeckel 7. Februar 2016
Danke! Und: Hier ist ein Sonnensonntag: vielversprechend (was einen schönen Tag angeht): Dir auch!
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