Wellen schlagen

Bloggen war für mich von Anfang an ein Experiment. Ich war neugierig – aber nicht allzu scharf drauf. Ich wollte sehen, lesen, kapieren, wie das funktioniert, was mir einfallen und auffallen würde, ob ich eine Weile durchhalten könnte und ob aus dem Durchhalten eine Selbstverständlichkeit würde. Ich habe mich umgeschaut bei anderen Blogger/innen und so allmählich tauchte ich in diese für mich neue Welt ein. Manchmal schon wollte ich aufhören, manchmal musste ich arg den Kopf schütteln. Aber es gab auch immer feste Adressen, die ich ansteuerte, morgens meist, die mir gute Ideen lieferten, vor allem auf Lesetipps war ich aus.

Sätze und Schätze gehörte zu diesen Adressen. Die jetzt, durchaus mit Ankündigung, aber für mich doch völlig überraschend vom Bildschirm verschwunden ist. Und wie so oft merke ich erst spät, was ich da eigentlich für einen Schatz entdeckt hatte (von den Sätzen mal abgesehen). Stets überlegte, kluge und ausgewogene Berichte über gerade gelesene und gern gemochte Bücher/Lektüren, immer mit der eigenen Stimme vorgetragen, durchaus polemisch oder parteiisch, aber nie überheblich, eine erfahrene Leserin, die uns ihre Vorlieben und Abneigungen ohne Scheu preisgibt und doch stets mit Respekt geurteilt hat. Liebe Birgit, vielen Dank für Deine Beträge, die oft in so einem Affenzahn daherkamen, dass ich nicht mal mit dem Lesen mithalten konnte. Natürlich werden mir die Artikel fehlen. Und ich hoffe, dass Du später einmal zurück kommst (und ich Dich noch mal finde). Bis dahin alles Gute – und noch mal: danke!

 

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comment 1

  1. tausendtoene 9. Januar 2016

    Was ich persönlich am Bloggen liebe ist, dass es mir einen Grund gibt mich immer wieder auf das zu konzentrieren was mir lieb und wichtig ist….und wenn ich einen schönen Moment als Bild festhalten kann, dann genieße ich es, auch mit dem Wissen, dass sich später andere noch mit darüber freuen können. Und was ich auch daran liebe ist immer wieder Bloggs zu entdecken (wie jetzt Deinen), die mir ebenfalls schöne Bilder und interssante Gedanken schenken….Danke!

    LG, Ulrike

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