Vielleicht sollten wir weniger auf Gemeinsamkeiten schauen, als darauf, unsere Beziehungen im Gleichgewicht zu halten. Klar, Gemeinsamkeiten beruhigen und sie geben auch Gelegenheit, gemeinsam etwas zu unternehmen. Aber eben. Gemeinsam kann man sich auch über verschiedenes austauschen und was hätte ich nicht alles verpasst, wenn ich mich nicht hier und da auf Gegenteiliges eingelassen hätten. Doch der eigentliche Punkt ist nicht der oder die andere auf dem gegenüberliegenden Platz der Beziehungswippe. Entscheidend ist die Strecke dazwischen. Wie können wir das Gegenüber austarieren. Natürlich nicht, um uns immerzu im gemeinsamen Schwebezustand zu halten, sondern um das zu schaffen, was Wippen so attraktiv macht. Wir sollten uns mehr Gedanken ums Dazwischen machen. Vom sturen Blick aufs Gegenüber absehen. Nö. Ich weiß auch nicht genau, wie das geht. Aber es scheint vielversprechend.

Maren Wulf 27. Dezember 2015
Unbedingt: Balance ist Bewegung, nicht Stillstand! 🙂
LikeLike