Klein, fein, mein…

Es ist kein Bäumchen. Es ist die Spitze eines einst mächtigen Tannenzweigs. Aber als Weihnachtsbaum macht sie sich gut, wie ich finde, sie riecht sogar ein bisschen nach Wald. Die Festtage sind träge und dösig und ich genieße es, in fünf Büchern gleichzeitig zu lesen. „Euphorie“ von Lily King hält weiter alle Erwartungen, die sie auf den ersten Seiten weckt, Jean Pauls „Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch“ setzt mit Turbogeschwindigkeit sämtliche Sprachnerven in Schwingungen (und in ein irres Durcheinander) – Mann, wie der schreibt! Der Rest ist auch nett, wenn auch mehr fürs Wissen, muss auch mal sein. Ansonsten scheint die Sonne die kurze Zeit, die sie am Winterhimmel steht. Und der volle Mond am Nachthimmel. Wo ihm jedoch gelegentlich Wolken die Sicht versperren. So ist es hier. Allen woanders weiterhin schöne Feiertage!

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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