Vor 100 Jahren

wurde sie aus der Taufe gehoben, beziehungsweise patentiert, wie für neue Gegenstände üblich. Etwas runder in den Hüften und gedrungener (hej, unsere Modells messen mittlerweile auch einsneunzig und haben kaum noch Kurven) – die gläserne Coca-Cola-Flasche. Schön ist sie bis heute. Warum auf diesem schwedischen Exemplar „Polaren“ steht, konnte ich nicht herausfinden. Immerhin gab es zwei Eiswürfel dazu. Auf der Originalflasche stand Coca-Cola. Ins Glas gepresst. Die rote Banderole kam wohl erst später. Aber egal, ob Polaren, Mezut Özil oder Knut draufsteht, die Flasche zeigt an, was drin ist, so braun wie Nutella und eine ebenso heftige Kindheitserinnerung.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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