Oder was ein ewiger Buddha sagt:

„Es gibt die Zeit, auf dem höchsten Gipfel zu stehen. Es gibt die Zeit, auf dem Grund des Ozeans zu gehen.“ So fängt eines der Jugendbücher an, die gerade an meinem Bettrand liegen. Ein Satz, den ich schon so oft gehört und vermeintlich verstanden habe, bis ich gestern vor allem so deutlich vor Augen hatte, wie sehr Arbeit meine Zeit beherrscht. Sie drängelt sich vor wo sie kann, dabei ist sie längst nicht alles. Denn es ist eher so, dass, wenn die Zeit mir ist, es auch die Arbeit ist. Dagegen verliere ich Zeit, oder renne ihr hinterher, wenn ich der Arbeit, einem festen Pensum oder einem bestimmten Ergebnis nachjage. Herzrasen und Schlaflosigkeit inbegriffen. Natürlich gibt es Termine. An die halte ich mich zu gerne. Denn wenn ich etwas nicht in der verabredeten Zeit schaffe, liegt es einzig und allein auf meinen Schultern. Aber es gibt auch Tage, an denen ich die Karten anders mischen kann, wo „alles“ ins Spiel kommt, nicht nur der Job. Um auch wieder alles zu sein, ein ganzer Mensch, und nicht nur ein „Schreiberling“ – wie ich gestern mit Schrecken wieder irgendwo lesen musste… Der Ling wird zur Königin und herrscht übers eigene Reich: Alles hat seine Zeit!

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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