So geht es zumindest in Märchen, wo kein Wunsch allein daher kommt. Drei Feen sind auch schon mal unterwegs, alle mit Wünschen oder deren garstigen Verwandten: den Verwünschungen bepackt. Was würde ich sagen? Würde ich für jeden Wunsch einen Namen finden, einen lang schon gehegten Traum, der tief im Innern schläft? Würde ich vorsichtshalber nur einen Wunsch zur Erfüllung bringen, um? Mich nicht zu verraten? Nicht maßlos zu werden? Die Folgen nicht ausbaden zu müssen? Wer sich mit Wünschen auskennt, weiß nämlich, dass sie oft nicht den Weg nehmen, den man selbst für sie ausgedacht hat. Sie schwingen aus, schlenkern und schlackern und saumseelen in der Gegend rum bis sie plötzlich zu einem Ziel kommen, das man sich nicht im tiefsten, tiefsten Traum so ausgedacht hätte. Psycholog/innen sagen, dass es manchmal besser ist, sich von Wünschen zu trennen. Andere behaupten, wir würden nur deshalb Musik hören, um wieder Wünsche – oder zumindest Sehnsucht – zu erspüren. Drei Wünsche frei. Als Kompass des Lebens. So gesehen sind schon die Wünsche der Schatz.

papiertänzerin 1. Oktober 2015
… danke an die Wunschexpertin!
LikeLike
Stephanie Jaeckel 2. Oktober 2015
Von wegen „Expertin“… ich merke nur, dass ich mich immer wieder auf dieselben Themen stürze, ohne schlauer zu sein als vorher. Aber vielleicht braucht es so viele Durchgänge, bis man klarer sieht. Außerdem sind Wünsche ja auch ein großes Thema, da kann man ja gelegentlich dran knabbern.
LikeLike
papiertänzerin 2. Oktober 2015
… oft sind es die Fragen (und nicht zwangsläufig die Antworten), die uns dem Wesentlichen näher bringen…
LikeLike