heißt es im Japan der Samurai-Zeit. Als Wahrheiten gelten zum Beispiel: Behalte deine brennende Liebe für dich. Erkenne die verschiedenen Momente für ein und dasselbe (hier geht es darum, einen Notfall oder einen großen Moment nicht von „den gewöhnlichen Stunden“ zu unterscheiden). Stürme kopfüber in deinen Feind. Fürchte keine Fehler. Denke scharf nach und entscheide in sieben Atemzügen. – Dieses Erwachen, egal wie man zu diesen Wahrheiten steht, ist ein hinreißendes Bild für ein plötzliches Erkennen, wie wenn man aus einem tiefen Schlaf auffährt und sich die Augen reibt. Eine Wahrheit, in die ich erst spät – und oft – erwacht bin, ist die eigene Präsenz zu zähmen. Früher habe ich sie wildern lassen. Oft genug dachte ich, sie überlisten zu können: Vorab zu arbeiten (ich neigte als Schülerin zur Streberin), mich in anderen Fällen zu langweilen oder ganz abzuschalten. Mittlerweile kenne ich die Kraft des wachen Augenblicks ohne wenn und aber. Und auch dafür hatten die Samurai eine eigene Sentenz: „Es gibt nichts Wichtigeres als die leidenschaftliche Hingabe in einem gegebenen Augenblick. Das Leben besteht aus dieser Glut, die immer wiederholt wird.“
Zitiert habe ich aus: Tsunetomo Yamamoto, Hagakure, der Weg des Samurai, München 2000.

Ulrike Sokul 12. Juni 2015
Liebe Stephanie,
passend zu Deinem obigen Text habe ich eine Buchempfehlung für Dich.
Wenn Du gestattest, lasse ich nachfolgend den Link zu meiner Rezension hier:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2012/12/30/der-tigerbericht/
Augenblickliche Grüße 😉
Ulrike von Leselebeszeichen
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Stephanie Jaeckel 13. Juni 2015
Herzlichen Dank für Deinen Hinweis und den Link. Haha, und prompt nippe ich am Kaffee, kratze mich am Kopf (diese Mücken wieder!) und denke nach, was ich schreiben möchte… Das Buch vom Tiger werde ich mir auf jeden Fall besorgen, den Rest gucke ich lieber von meiner hübschen Nachbarhündin ab, die kann das nämlich auch 😉
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