Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Da tanzen die Bäume

Ja, jetzt hat mich die Weihnachtsstimmung doch gepackt. Schon letzten Mittwoch wurde es in den Büros merklich stiller. Seit gestern kommen nur noch Grußkarten und beste Wünsche fürs Neue Jahr. Außer noch was zu Essen kaufen habe ich keine weiteren Termine. Puh. Hoffnung kommt in die Welt – Licht in die Finsternis. So lautet die […]

Luft holen und

Ich habe gut Reden. Während andere gerade ihre Weihnachtstage organisieren, lehne ich mich zurück – ich muss arbeiten, da sind keine Feiern drin, Punkt. Doch, ja, es irritiert mich, welchen Stellenwert die Feiertage für viele haben. Wieso ausgerechnet ein christliches Fest? Aber dass es so eine Art Jahresausklang ist, ein gemütliches Beisammensein in der Familie, […]

Sammeln?

Ein weites Feld. Und eine Trennlinie. Denn niemand sammelt nur „ein bisschen“. Hier gilt: Entweder – Oder. Deshalb wird – wenn auch spaßeshalber – von einem „Sammler-Gen“ gesprochen, dem ein ebenso augenzwinkerndes „Wegwerf-Gen“ gegenübergestellt wird. Manch‘ heimliche/r Sammler/in mag von vornherein von der Erkenntnis abgeschreckt worden sein, nicht genug Platz zu haben. Denn wer anhäuft, […]

Mehr Licht

wirklich? Im Winter ist mir das künstliche Licht – Ich nutze es ununterbrochen. Selbst jetzt am Morgen, wo ein heller Himmel leuchtet, sind fast alle Lichtquellen in meinem Arbeitsraum an. Bei Nachtflügen sind die erleuchteten Städte für mich ein Extra. Und erst die Lichter einer kleinen Ortschaft, oder auch nur die eines einzigen Hauses, wenn […]

Rufe nicht

Lege den Finger auf den Mund. Rufe nicht. Bleibe stehen am Wegrand. Vielleicht solltest du dich hinlegen in den Staub. Dann siehst du in den Himmel und bist eins mit der Straße, und wer sich umdreht nach dir kann gehen als lasse er niemand zurück. Es geht sich leichter fort, wenn du liegst als wenn […]