Das Eine oder Andere, das sich jeden, aber auch wirklich jeden Abend wiederholt? Der Nachthimmel, die Müdigkeit, das Zähneputzen? Die Erleichterung, dass soweit alles oder vieles gut gegangen ist? Lust, noch etwas zu hören oder zu sehen, Freunde zu treffen oder ein Abenteuer zu wagen? Die Kür des Tages hinzulegen oder die Wäsche zu bügeln? […]
Autor: Stephanie Jaeckel
Ein Häuschen ganz für mich,
auf einer Insel, mit Meerblick und vielleicht mit dieser Feigenbaumkrone. Das wünsche ich mir manchmal. Wenn es in der Stadt zu laut ist, zu voll und meine Gedanken um Dinge kreisen wie Fliegen um stinkige Reste. Mein Dach würde rauschen bei jedem Wind, der aufkäme und ich säße morgens, in der Dämmerung mit einem heißen […]
Für immer
Liebe, Freundschaft, Tod. Hier geht es für Menschen um immer und ewig, und so groß das Pathos ist, so banal ist (gelegentlich) die Wirklichkeit. Wer ewige Liebe geschworen hat, mag Zweifel kennen. Auch beste Freund/innen sind schon auseinander gegangen. Einzig der Tod hält sich an sein Versprechen. Tot bedeutet für immer tot. Und dieses „für […]
Der richtige Moment
Lange wollte ich mich mit Momenten, seien sie richtig oder falsch, nicht beschäftigen. War es doch eh schwierig, alles mögliche in einen Tag zu packen. Erledigungszettel standen gegen Stunden- und Minutenzeiger, da war für Momente kein Platz. Aber sie waren hartnäckig. Denn sie tauchten immer wieder auf, die richtigen und die falschen. Und irgendwann hatte […]
Vernachlässigte Kunst
Das mögen sich Entscheider und Beauftragte meist anders vorgestellt haben. Ein Kunstwerk an eine Stadt oder eine Firmensammlung zu verkaufen, ist – wie man meinen möchte – eine Win-Win-Situation. Die Künstler/innen hoffen auf Aufmerksamkeit, die Ankäufer auf Prestige. In westdeutschen Groß- und Kleinstädten, in Provinznestern, gelegentlich auch in Dörfern war der Bedarf groß nach dem […]
Laute(r) Fragen
Selbst schuld. Erst hole ich mir Padgett Powells Buch – nein, es ist eindeutig kein Roman – ins Haus „The Interrogative Mood. A Novel? – dann besorge ich mir Sarah Bakewells Montaigne-Biografie, die in zwanzig Antworten auf die Frage „Wie soll ich leben?“ das Leben Montaignes beschreibt. Seitdem wimmelt es in meiner Wohnung von Fragen. […]
Die Vergesslichen
Das Gehirn muss kein Sieb sein, um Gedanken schnell zu verlieren. Ob Vergesslichkeit ein Defekt ist, weiß ich nicht mal. Dass ich vergesslich bin – es ist wohl so, dass sich die eigene Vergesslichkeit einbrennt. Vergessen kann ich sie leider fast nie. Andy Warhol erwähnt seine Vergesslichkeit gelegentlich in den Tagebüchern. Als Amerikaner aus einer […]
Wenn etwas nicht klappt,
ist es ja auch immer eine Art Korrektur. Anstoß zu einem zweiten Anlauf oder Wahl eines neuen Ziels. Und auch wenn ich das weder gerne sage noch gerne höre. Der zweite Versuch ist meist der bessere…
Tausendmal gehört
Ich glaube, ich habe mich an dieser Stelle schon einmal darüber gewundert, dass Wahrheiten manchmal lange brauchen, bis sie einen erreichen: Tausendmal gehört, tausendmal ist nix passiert… So jedenfalls ging es mir mit dem durchaus bekannten und hin und wieder vor allem von Freundinnen vorgebrachten Satz „Es ist wichtig, Dich selbst zu lieben.“ Jaja. Ja […]
Herr und Frau Rübchen
sitzen in der Erde und erzählen sich was. Ein schönes Bild, umso schöner, wenn man weiß, dass die beiden dort an einem öffentlichen Ort hocken, in einem Hochbeet auf dem Tempelhofer Feld, wo alle Nase lang jemand vorbei kommen, und die Rübchen ausreißen und mitnehmen könnte. Gibt es eigentlich Gemüsegeschichten? Ich kenne ein Kinderbuch, in […]








