Boss der magischen Feder sein

Noch habe ich keine Angst vor KI-Texten. Solange Künstliche Intelligenz noch nicht denken kann, kommt charmanter oder ärgerlicher Murx heraus, kein Text. Allerdings fasziniert mich die Art der Ergebnisse. Und tatsächlich kann ich mir vorstellen, dass bei kompletter Blockade – und dem Zeitdruck, der da meist eine Rolle spielt – zumindest eine Anregung rauskommen kann. Für mich zum Beispiel sind Textanfänge machmal schwierig. Entweder ich weiß genau, wie ich einsteigen will – oder ich habe noch ein Problem, weil mir zwar das Thema oder mein Anliegen vor Augen steht, nicht aber, wie ich ein neugieriges Publikum dorthin bringe.

Bislang können Künstliche Intelligenzen nur recherchieren. Und zwar auch nur in ihrem eigenen Ausgangsmaterial. Das kann riesig sein. Ist aber natürlich nie umfassend. Was der KI dann fehlt, sind die bislang nur Menschen eigenen Geistesblitze, die Äpfel und Birnen zusammenbringen. Sie können ferner keine echten Fakten-Checks. Sie reproduzieren, was sie finden. Aber das war es dann auch schon.

Ich habe gesehen, dass sich einige von Euch schon länger mit dem Thema befassen. Ich möchte hier auch einige Proben posten. Wer mag, kann mir von seinen/ihren Erfahrungen berichten. Ich bin sehr gespannt!

Filed under: Allgemein

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 2

  1. derdilettant 3. Februar 2023

    Zweifellos treten wir künftig als Konkurrenten zur KI auf, und das je mehr, je besser Algorithmen und die Datenbasis werden. Das Interessante daran: wir werden die Bedingungen unserer geistigen Existenz besser kennenlernen und merken – Schritt für Schritt – dass Maschinen immer menschenähnlicher werden und – umgekehrt – Menschen auch „nur“ Maschinen sind. Die Herausforderungen für unser
    Selbstverständnis sind immens. Und so, wie wir jetzt ein neues Level erreicht haben (maschinell erstellte Texte ergeben sich nicht mehr zwangsläufig als künstliche zu erkennen), wird das nächst folgende schon vorstellbar: KI-basierte Systeme agieren in Konkurrenz zu Menschen, sprich: nehmen ihrerseits Einfluss auf unser Denken und Handeln. Wird aber noch etwas dauern… Aber zurück zum Ausgang deines Textes: müssen wir vor Texten Angst haben?

    Gefällt 6 Personen

    • Stephanie Jaeckel 3. Februar 2023

      Nach meiner Einschätzung lassen sich die Texte noch als maschinengemacht erkennen, zumindest, wenn Inhalte dargestellt werden. Insofern sehe ich noch keine Konkurrenz, eher schon das, was Du als Kennenlernen des eigenen Tuns beschreibst. Denn an den computergenerierten Texten erkenne ich zumindest, wie ich schreibe (oder eben wie gerade nicht).

      Gefällt 3 Personen

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