Sternschnuppen

So kann es gehen: Ich fahre mit dem Rad zum nächsten Termin, mehr oder weniger im Autopilot, viele Dinge gehen mir durch den Kopf: Was ich bis Ende der Woche noch zu erledigen habe, was ich am Abend kochen möchte, wann ich meinen Vater am besten anrufe und beim Arzt. Und zack! „Denk ma…“ Ich muss so lachen. Weil, ja. Immer dieses Erledigungsgerümpel im Kopf. Nicht dass… – Aber wann hatte ich denn heute an den Liebsten gedacht? Und wirklich liebevoll? Oder doch eher genervt, weil wieder was nicht so ist, wie ich das gerne hätte?

Und schon fühle ich mich besser. Denk ma! Alltag ist doch das Wasser, in dem ich schwimme. Und Liebe das, was ich auf der Welt am Laufen halten kann. Nicht nur mit Schatzi. Bei Patti Smith neulich noch gelesen, dass die Welt nach einer alten Vorstellung so lange besteht, wie das Gute darin ist. So ein Gedanke macht mir den Tag mit einem Mal wieder kostbar und groß. Wie eine Sternschnuppe, die ich zufällig sehe, wie sie in weitem Bogen (oder schnellem Blitz) durch den Nachthimmel saust.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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