Marionette sein

Freiheit geht anders: Ich schäme mich. Mal wieder für meinen Körper. Der alt wird. Was denn sonst? Am Wochenende ist Party. Man könnte da jetzt auch in den Pool. Aber die Vorstellung, vor geladenen Gästen zu baden: Auweia! Schwimmbad geht. Aber Gäste? Geht gar nicht!

Das muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen… Ich bin geradezu fassungslos. Dachte ich wäre weiter. Mal wieder. Ich schäme mich für etwas, was normal ist. Nicht wirklich schlimm, aber genug, um den Badeanzug eben nicht mitzunehmen. Dieses quälende Gefühl, mich Blicken auszusetzen. Dabei könnte ich Wieland lesen, von dem Arno Schmidt sagt, er gehöre sowieso zu den Größten. Aber nein, erst mal eine Runde schämen.

Das gleiche mit der Kette, die ich neulich geschenkt bekam. Ich schäme mich, sie zu tragen. Muss man mal in den Kopf kriegen. Aber Hugo, unser Hausmodell, ist entspannt. Er sieht auch ziemlich gut aus, allerdings auch immer ein bisschen blass…

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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