Im Grunde ist es einfach

Und das betrifft nicht nur die Osterbotschaft. Dazu eine kleine erzählerische Schlaufe. Meine Freundin Petra lernt Märchenerzählen. Eine tolle Sache. Sollte man in der Schule lernen. Denn da stecken eine Menge Fähigkeiten drin. Wie im Erzählen überhaupt. Natürlich erzählt sie Märchen, wenn wir telefonieren. Eins geht (verkürzt) so: Ein alter Indianer sitzt in einer sternenklaren Nacht mit seinem Enkel am Feuer. Die beiden schauen in die Flammen, es knistert und knackt, ansonsten ist es ganz still. Dann spricht der Alte von dem Gefühl der Angst, und wie es ihn immer wieder lähmt. Es ist, sagt er dem Kind, als lebten zwei Wölfe in mir. Der Angst-Wolf und der Mut-Wolf. Und immer wieder kämpfen sie miteinander. „Und wer gewinnt?“ Fragt das Kind. „Es gewinnt jedes Mal der Wolf, den ich füttere.“

Also: Liebe ins Futter streuen. Allen einen schönen Feiertag!

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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