Zeit

Wenn sich im Herbst das Licht ändert, verändert sich für mich auch die Wahrnehmung von Zeit. Tatsächlich werden die Tage kürzer. Aber auch die milde Sonne, das Diesige am Morgen, die langen Schatten in den Straßen – es scheint, als würde mir mein Tun wesentlicher, auf eine Art schöner und wertvoller. Das ist mein Leben, denke ich dann, oder, es ist jetzt, jetzt, jetzt, feiere den Tag, den Moment. – Nö. Das geht natürlich nicht dauernd. Die letzten Anrufe bei der DHL gestern lagen weit ab vom Fest des Lebens. Aber ich spüre – ohne das als Druck zu empfinden – wie wertvoll mir Zeit ist. Und was es alles Gutes zu tun gibt, auszuprobieren (und nicht immer nur zu erledigen…).

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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