Schwarz, weiß, Plus, Minus,

Hin und her gehen gerade meine Gedanken samt daran hängender Gefühle. Gestern zum Beispiel konnte ich mich riesig über den Büchner-Preis für Elke Erb freuen, oder darüber, dass die weißen Vorstadtfrauen in den USA offensichtlich klüger geworden sind in den letzten vier Jahren, und nicht mehr für Trump stimmen wollen. Laut grölende Feier-Gruppen am späten Abend rissen mir das Lächeln wieder aus dem Gesicht. Das Erdbeben in der Türkei, die entsetzlichen Attentate in Frankreich – die Liste lässt sich verlängern.

Weit weg würde ich gerade gern fahren. Aber um was? Dem eigenen Wohlsein noch eins draufzusetzen? Aber auch wirklich gar nichts mehr mit meinem Alltag zu tun zu haben? Und hilft es wem, wenn ich hier bleibe, und mich der schlechten Laune hingebe, die in allen Zimmerecken lauert?

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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