Warum eigentlich

lassen wir uns immer wieder auf neue Freundschaften ein, auf neue Lieben? Möchten wir so gerne glauben, es gäbe die Menschen, die wir uns wünschen? Können wir nicht alleine mit uns sein? Oder unseren Enttäuschungen endlich ins Gesicht sehen? Und was geschieht, wenn die Freundschaften und Lieben zerbrechen? Vergessen wir die Menschen wieder? Denken wir, wir hätten uns geirrt, ins Leere gegriffen? Und kriegen wir einen unheiligen Schreck, wenn wir sie plötzlich wieder auf der Straße sehen? Als hätten sie kein Recht mehr in unserer Welt, aus der wir sie verscheucht haben. Wo bleiben die einst geliebten Züge, Gesten, Gerüche? Wo die vertrauten Stimmen? Die gemeinsamen Sätze oder Worte? Schlimmer noch: wie viele Namen ich schon vergessen habe! Von denen, die schon einmal durch mein Herz gegangen sind.

Filed under: Allgemein

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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